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Der deutsche Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel in Deutschland

In Deutschland steigt grundsätzlich der Bedarf nach Zuwanderern in den deutschen Ausbildungsmarkt, weil der inländische Nachwuchs das altersbedingte Ausscheiden von älteren Arbeitnehmern schlicht nicht mehr ausgleichen kann. Wie angespannt die Lage inzwischen ist, zeigen neue Daten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Würden Zuwanderer ausbleiben, dürfte die Zahl der Erwerbsfähigen demnach ab sofort in allen 401 Stadt- und Landkreisen sinken, bis 2024 im Durchschnitt aller Kreise um vier Prozent (Haas, 2021).

Selbst wenn ein Teil der bislang nicht in Vollzeit tätigen Menschen hierzulande mehr Stunden arbeiten würde, reicht das in vielen Regionen Deutschlands nicht mehr aus, um die entstehende Fachkräftelücke zu schließen. Der demografische Wandel entwickelt sich zu einer ernsten Gefahr für den Wohlstand in Gesamtdeutschland. Besonders dramatisch ist die Lage zwar in Ostdeutschland, aber auch in Westdeutschland gibt es inzwischen sehr viele Kreise, denen laut IW eine Schrumpfung der erwerbsfähigen Bevölkerung von 4 bis 7 Prozent bevorsteht. Insgesamt wird für keinen deutschen Kreis mehr ein Wachstum der Erwerbsbevölkerung vorausgesagt.